Workshops und Konzert mit Prof. Matthias Anton

Einer der vielseitigsten Saxophonisten Deutschlands besucht in diesem Jahr die Stadt Düren und lädt zu einem außergewöhnlichen musikalischen Wochenende ein.

Wie in jedem Jahr freut sich die Musikschule Düren, in Zusammenarbeit mit dem Landesblasorchester NRW sowie dem Dirigenten und Musikpädagogen Renold Quade Konzerte und Workshops mit international renommierten Instrumentalsolisten anbieten zu können. Für 2018 nahm Renold Quade diesmal Kontakt zum Instrumentenhersteller Henri SELMER Paris und Prof. Matthias Anton, einem der führenden Saxophonisten Deutschlands, auf.

Anton wird vom 11. bis zum 13. Mai 2018 in der nordrhein-westfälischen Stadt zu Gast sein. Neben dem sonntäglichen Abschlusskonzert zusammen mit dem Landesblasorchester NRW und dem Sinfonischen Blasorchester der Musikschule Düren werden drei Workshops die Highlights des Wochenendes darstellen, in denen der Solist zum musikalischen Austausch einlädt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, Prof. Matthias Anton persönlich kennenzulernen und sich von seiner ungewöhnlichen und vielseitigen Arbeitsweise inspirieren zu lassen.

Der Solist

Matthias Anton studierte Saxophon bei Prof. Jürgen Seefelder an der Musikhochschule in Mannheim. Darauf folgte eine künstlerische Ausbildung bei Prof. Bernd Konrad an der Hochschule für Musik & Darstellende Kunst in Stuttgart. Genreübergreifendes Spiel und Denken sind die Grundlagen für seine außergewöhnliche musikalische Arbeit.

Er spielte und arbeite bereits mit musikalischen Größen wie Peter Herbolzheimer, Jiggs Whigham, Ack Van Rooyen, John Ruocco, David Haynes, Torsten de Winkel, Judy Niemack, José Cortijo, Jeanfrançois Prins, Ruud Ouwehand, Herbert Joos, Michael Wollny, Marla Glen, The Wright Thing uvm. zusammen. Als klassischer Saxophonist sowie in zahlreichen Crossover-Projekten war er unter anderem für die Internationale Bachakademie Stuttgart, die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die Neue Philharmonie Berlin sowie für die Theater in Konstanz, Aalen und Rottweil tätig. Darüber hinaus spielte er in zahlreichen Big Bands, darunter: BundesJazzOrchester, Glenn Miller Big Band, Swing Time Big Band, Big Band Convention, Summit Orchestra, Stuttgart Jazz Orchestra, Contemporary Big Band Project usw.

Mit seinem Spiel überzeugt er auf über zwanzig, zum Teil international veröffentlichten Tonträgern. Seit 2010 ist er Honorarprofessor für klassisches Saxophon, Schulmusik und Jazz/Pop an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Als Dozent für Gehörbildung und Tonsatz arbeitet er seit 2013 am Hohner-Konservatorium in Trossingen.

Prof. Matthias Anton ist überzeugter SELMER Artist und verwendet Instrumente der Firma Henri SELMER Paris. Er wird bevorzugt als Fachmann und Berater für die Entwicklung der Produkte der französischen Edelschmiede herangezogen.

Die Workshops

Die Workshops mit Prof. Matthias Anton werden am 11. und 12. Mai in Düren stattfinden. Dabei wird nach folgenden Schwerpunkten eingeladen:

  • Prof. Matthias Anton und „Junges Saxophon“ – etwa im Alter von etwa 12–16 Jahren
  • Prof. Matthias Anton und Workshop „Saxophon“ – ohne Altersbegrenzung
  • Prof. Matthias Anton und „Meisterkurs Saxophon“ – für Fortgeschrittene und Studierende

Die Inhalte der Workshops decken dabei ein breites Spektrum ab. So werden nicht nur die „Basics“ (Einspielkonzepte, Ansatz, Stütze, Atmung, Haltung, Technik usw.) vermittelt, sondern auch Themen wie „Das Üben“, „Die Klangvielfalt des Instrumentes in Klassik und Jazz“ und „Ensemblespiel“ behandelt.

Alle Workshopteilnehmer sind zudem berechtigt und herzlich eingeladen, das komplette Wochenende mit Prof. Matthias Anton zu erleben und der Probenarbeit mit dem Landesblasorchester NRW, dem SBO sowie den anderen Workshops auch als Zuhörer beizuwohnen.

Als Kostenbeitrag sind lediglich 16 €/8 € zu entrichten. Der Erwerb der Eintrittskarte zum Konzert berechtigt zur Workshop-Teilnahme. Weitere Informationen erhalten Interessenten unter musikschule@dueren.de oder bei Renold Quade (renold.quade@googlemail.com).

1. Euregio Blasmusikfestival in Ahaus

Das Landesblasorchester NRW macht am 15. April Station in Ahaus beim 1. Euregio Blasmusikfestival. Dort veranstalten der Musikverein Alstätte und der Feuerwehr Musikzug Ottenstein gemeinsam mit den niederländischen Partnervereinen aus Neede und Buurse einen abwechslungsreichen Tag rund um das Thema Blasmusik. Dabei wird ein vielschichtiges Programm im einmaligen Ambiente der Zeltstadt Karpaten geboten.

Das Auswahlorchester des Volksmusikerbundes e.V. wird hier neben bekannten Formationen wie Vlado Kumpan & Orchester und WOODstockBRASS sowie regionalen Künstlern, darunter die Nico Mey Big Band aus Alstätte, Die Unterkrainer, die Big Band der Musikschule Ahaus und die Drumpets Stadtlohn, vertreten sein. Natürlich werden auch die Gastgeber-Vereine Alstätte und Ottenstein sowie die niederländischen Partner Crescendo Buurse und Crescendo Neede ihr musikalisches Können unter Beweis stellen.

Ein Konzert-Highlight des LBO stellt dabei die Zusammenarbeit mit Trompeter Peter Mönkediek dar. Mönkediek, der selbst im westfälischen Ahaus geboren wurde, ist Solotrompeter beim WDR Sinfonieorchester, Professor für Trompete an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters und bereits bei vielen weiteren Orchesterformationen, wie der Philharmonia Hungarica, dem Sinfonieorchester der Stadt Lübeck, dem Gürzenich-Orchester Köln uvm., als Solist in Erscheinung getreten. Das LBO freut sich daher sehr darauf, diesen hochkarätigen Musiker bei einem Werk für Solo-Trompete begleiten zu dürfen.

Der Förderverein hat einen neuen Vorstand

Kurzmitteilung

Seit seiner Mitgliederversammlung am 23.11.2017 hat der Förderverein des Landesblasorchesters NRW einen neuen Vorstand:

  • Vorsitz Andreas Bialas (MdL)
  • 1.Stellvertreter Raphael Tigges (MdL)
  • 2. Stelvertreter Lorenz Deutsch (MdL)
  • Geschäftsführerin Sabine Sieger
  • Schriftführer Johannes Burbach
  • Schatzmeister Robert Moers

Nähere Infos finden sie auf der Seite Vorstand.

Trauer um Monika Brunert-Jetter: Politikerin stirbt mit 61 Jahren

Kurzmitteilung

Die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Landesblasorchesters NRW trauert um Ihre erste Vorsitzende, die ehemalige CDU-Landstagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter. Diese ist nach schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren gestorben.

Sie hat sich nachhaltig für die Belange des Fördervereins und des Landesblasorchesters NRW eingesetzt.

Blasmusik: tiefes Blech im Haus der Stadt

Das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Düren und das Landesblasorchester NRW begeisterten das Publikum.

Düren. Im Haus der Stadt stand das Konzert ganz im Zeichen des tiefen Blechs. Das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Düren und das Landesblasorchester NRW pflegen eine lange musikalische Tradition. Die beiden Orchester bieten zusammen mit dem Dirigenten und Musikpädagogen Renold Quade Konzerte und Workshops mit international renommierten Instrumentalsolisten an.

Und jedes Jahr steht dabei ein Musikinstrument im Mittelpunkt. Dieses Jahr: das Tenorhorn.

Sowohl für die Workshops als auch für das Konzert konnte Alexander Wurz, einer der führenden Tenorhorn- und Euphoniumsolisten, gewonnen werden. Der Solist hat sich ganz und gar der Musik verschrieben. Er beherrscht nicht nur das Tenorhorn, sondern auch Euphonium und Posaune und ist somit ganz in der traditionellen Blasmusik beheimatet. Derzeit engagiert er sich besonders im wohl erfolgreichsten Blasorchester der Welt: Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten.

Dem Konzert gingen auch drei Workshops voran, deren Teilnehmer mit in das Konzertprogramm aufgenommen wurden. Der erste Kurs stand unter dem Titel „Junges tiefes Blech“ und ist extra für die jüngere Generation ausgelegt. Der zweite („Tiefes Blech“) widmete sich allen Musikern des Tenorhorns, Baritons, Euphoniums, Posaune und Tuba. Der dritte Workshop für Fortgeschrittene trug den Titel „Techniken in Klassik und Volksmusik“. Die Inhalte orientierten sich nicht nur an den Grundsätzen wie Einspielkonzepte, Ansatz, Atmung und Haltung, sondern auch am Klang und an verschiedenen Techniken.

Die erste Hälfte des Abends gehörte dem Landesblasorchester NRW, das das Publikum mit Stücken wie „I shall hear in Heaven“ und „It‘s about Time“ von Dave Brubeck erfreute. Wurz begeisterte vor der Pause mit einem Euphonium-Solo. Im weiteren Verlauf des Abends stellte das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Düren sein Können unter Beweis. Hier spielte Wurz Soli für Tenorhorn, Marching Bone und Posaune.

Das Zusammenspiel von Orchester und Kursen wird von den Musikern seit Jahren mit Begeisterung angenommen und findet auch im Publikum großen Anklang. Wurz hat das zeitlich gut abgestimmte Programm perfekt abgerundet.

Alt und Jung – unter den Zuschauern waren auch viele musikliebende Jugendliche und Familien mit Kindern – waren von dem musikalischen Blumenstrauß gleichermaßen begeistert. Auf der Bühne und auch im Publikum war die heitere Stimmung deutlich spürbar.

Den Höhepunkt des Abends bildete letztlich die Geschichte „Godzilla eats Las Vegas“, die von dem Komponisten mit rein musikalischen Mitteln erzählt wurde. Als Godzilla versucht, die berühmte US- und Kasino-Stadt Las Vegas dem Erdboden gleichzumachen, gibt es im Publikum kein Halten mehr. Ein gelungener Schluss eines gelungenen Abends.

Von Julia Vieth
Aachener Zeitung Online,