Ein Feuerwerk der Blasmusik

Düren Im Haus der Stadt fand jetzt ein besonderes Konzert statt. Das Landesblasorchester NRW und das Sinfonieorchester der Musikschule begeisterten die Zuschauer.

Zuvor hatten begeisterte Posaunistinnen und Posaunisten aus ganz NRW an Workshops mit dem renommierten, international viel beachteten ungarischen Posaunisten György Gyivicsán, Professor für Posaune an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest, teilgenommen. Er ebnete den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in drei Altersgruppen mit viel Spaß und Einfühlungsvermögen Wege, ihr Spiel zu verbessern, und erarbeitete zudem mit den einzelnen Gruppen Ensemblestücke für das große Abschlusskonzert.

Das Landesblasorchester (LBO) NRW und das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Düren (SBO) der Musikschule Düren begeisterte im Haus der Stadt in Düren mit einem Feuerwerk der geblasenen Musik. Im Zentrum des Abends standen die Posaune als Solo- und Ensembleinstrument und die Uraufführung einer eigens für das Auswahlorchester des Volksmusikerbundes NRW komponierten Ouvertüre.

Die gute Zusammenarbeit des Landesblasorchesters NRW mit der Musikschule Düren und die freundliche Unterstützung der Firma Buffet Crampon Deutschland GmbH hatten diesen internationalen Musikkontakt ermöglicht.

Das Abschlusskonzert im Rahmen der Konzertreihe Cappella Villa Duria wurde in der ersten Hälfte vom LBO NRW gestaltet (…). Als erstes Highlight des Programms folgte die Uraufführung der „NRW-Ouvertüre“, die speziell für das Orchester komponiert wurde. Sie stammt aus der Feder von Guido Rennert, Klarinettist, Arrangeur und Komponist (nicht nur) beim Musikkorps der Bundeswehr. Die Ouvertüre für das Land Nordrhein-Westfalen, zum 75. Geburtstag unserer Heimat und zum 30. des Orchesters, ist eine Hommage an Landschaft, Menschen, Kultur und Alltag.

Wälder und Flüsse, die Industriestandorte (Kohle, Stahl) und der Wirtschaftswandel (Telekommunikation) werden musikalisch aufgegriffen, wie auch Aspekte der kulturellen Vielfalt und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, gar bis hin zu Volksfesten. Im Zentrum steht eine Hymne für NRW, die das Werk ehrfürchtig, aber auch stolz mit Feierlichkeit erfüllt. Gewidmet hat das Landesblasorchester dieses Stück seinem langjährigen Manager Josef Heithausen, der dem Orchester nach wie vor sehr verbunden ist.

Den nächsten Höhepunkt bescherte der Solist des Abends, György Gyivicsán. Er beeindruckte, begleitet vom LBO NRW, mit dem modernen Konzert „Pearls II“ des ungarischen Komponisten Roland Szentpali.

In der zweiten Hälfte glänzte dann das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Düren. Nach festlicher Eröffnung mit einer Suite, basierend auf Melodien der Britischen Inseln, folgte mit großer Spielfreude, Fingerfertigkeit und Präzision die Begleitung von György Gyivicsáns beeindruckend virtuosem Spiel beim Bravourwerk „Blue Bells Of Scotland“.

(…) Den Rufen nach einer Zugabe kamen beide Orchester, der Solist und die Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer natürlich gerne nach und Dirigent und Ideengeber beider Orchester, Renold Quade, entsandte die zufriedenen Zuschauerinnen und Zuschauer mit dem Wiegenlied von Johannes Brahms sanft in die Nacht.

Dürener Zeitung, 11. Mai 2022